Kapitel 1
Der Auftrag
Es war ein grauenvoller Abend, überall diese leuchtenden Sterne und der große Vollmond.
Meine Hin-Her Freundin war gerade auf einer Party. Ich musste zuhause bleiben und für Geologie lernen. Ich weiß nicht warum es nicht Doofologie heißt. Wahrscheinlich wollten die Lehrer nur keine Fächer beleidigen, trotzdem ist und bleibt Geologie doof. Ich guckte aus dem Fenster und sah wie die vielen Sterne leuchteten. Mein Vater war unten und hatte den Fernseher schon laut genug gedreht, als meine jüngere Schwester noch das Radio anmachen musste. Grölend laut lief sie somit den Flur hin und her. Ich guckte auf die Uhr; Es war genau 22. Ich hatte keine Lust mehr auf das lernen und raümte somit meinen ganzen Buch-Krempel zusammen und packte ihn in die Schultasche.
Am nächsten morgen wachte ich schon um 4 Uhr auf. Ich konnte nicht schlafen, ich hatte einen Albtraum. Im Traum jagten mich der kleine Wagen und der große Bär bis in eine schwarze Schlucht wo ich nix anderes tun konnte als schreien. Ich wachte Schweiß gebadet aus dem Bett aus und betrachtete mich im Spiegel. Ich hatte sehr lange schwarze Haare die mir fast bis zu den Knien reichten, zwei royal-blaue Augen, bleiche Haut und sehr pinke Lippen. Meine Schwester kam im Halbschlaf dazu. Sie wischte sich die Augen und verschwand dann wieder.
Als schon ein paar Stunden vergangen sind, beschloss ich mich anzuziehen. Ein Rüschen-Top, dazu eine Schwarze Leder-Leggins und meine Bikerboots. Zum Frühstück machte ich mir Eier mit Bacon, mein Lieblingsgericht. Ich nahm meinen Schulranzen und lief in Zeitlupe zu Schule. Ich konnte gerade noch die letzten Aufgaben lösen als ich vor der Schule ankam. Draußen wartete schon Marie. Sie ist meine beste und einzige Freundin. Ich saß mich auf die Schulbank. Der Unterricht hätte schon längst beginnen sollen. Ich wartete 5…10…15 Minuten, bis ich die Tür aufriss und fast über eine Frau gestolpert wäre. ,,Wo ist hier die 9c?“, fragte sie.
,,Ich kann sie ihnen zeigen, ich bin selbst Schülerin!“, machte ich auf übertrieben freundlich. ,,Du musst mir nix vorspielen, ich bin auch nicht immer so mega gut gelaunt.“, kicherte die Lehrerin. Von diesem Moment an merkte ich, das ich mich mit der Lehrerin sehr gut verstand. Und durch Zufall sah sie mir sehr ähnlich. Fast so, als wären wir Schwestern. Sie glich sehr meiner verstobenen, älteren Schwester Kathrin. Als sie ihre Bücher rausholte, vielen sie erstmals auf den Boden. Die Klasse kicherte, ich auch, sogar die Lehrerin. Ich war froh das sie nicht so angespannt war wie die anderen. Sie sah auch sehr jung aus. So 25 schätze ich sie.
Als es zur nächsten Stunde klingelte, bat sie mich da zu bleiben. ,,Alisa, ich bin es, deine Schwester Kathrin, deine Lehrerin wurde von mir gebissen, sie hatte eine schreckliche Krankheit und konnte nur gebissen werden um zu überleben. Sie ist gerade in der V-Kur. Komm um punkt 24 Uhr zu der schwarzen Schlucht am Ende der Straße.“ , erklärte sie mir. Ich konnte kaum was sagen, da verschwand sie mit schwarzen Flügeln aus dem knapp geöffneten Fenster. Was ist die V-Kur? Warum soll diese Gestallt meine tote Schwester sein? So viele Fragen schossen mir durch die Gedanken.
Kapitel 2
Die Versammlung
Um genau 15 Minuten vor 24 Uhr, machte ich mich auf den Weg.
Draußen war kein gutes Wetter und mir wurde mulmig zu Mute. Wieso denn nicht? Wer bekommt den einen Auftrag von seiner toten Schwester, und wie kann sie leben wenn sie schon tot ist? Es fing an zu Gewittern und zu Stürmen. Ein kalter Wind schleuderte mich hin und her und fast wäre ich von dem Backsteinboden runter in den Rosenbusch gefallen. Genau in diesem Moment kam die Gestallt. Ich wusste nicht wie ich sie nennen sollte. Lehrerin, Schwester oder Mensch der Frau Hinselrich gebissen hat? ,,Da bist du ja, ich wollte dich aufklären, du hattest sicher viele Fragen!“ , sie packte ihren Arm auf meine rechte Schulter.
,,Wieso bist du überhaupt verschwunden, du konntest doch noch in der Schule bleiben!“ ,,Ich vertrage keine Sonnenstrahlen und auch kein Gemüse, besonders grünes Gemüse.“ ,,Warum bist du eigentlich tot und lebst immer noch?“, fragte ich meine Schwester. ,,Ich wurde aus meinem Sarg rausgeholt und dann weiß ich nicht mehr, es ist schon inzwischen 5 Jahre her seitdem das passiert ist. Ich bin tot und zugleich lebe ich. Eigentlich bin ich gar nicht tot. Ich lebe, aber in einer anderen Art als ihr. Ich habe ein Geheimnis, was wahrscheinlich dein ganzes Leben ändern wird. Ich bin nicht nur deine Schwester sondern auch deine Mutter. Ich bin ein Vampir und du bist meine Vampir-Tochter. Deshalb bist du auch so blass und anders der Welt. Du bist der jüngste Vampir aus der Gruppe, und hast somit den Auftrag den Schlüssel der Vampire zu suchen. Es ist ein sehr schwerer Auftrag und du kannst ihn nur meistern wenn du ein Vampir bist. Viele Vampire wurden schon lange gesucht und nicht gefunden. Nur mit dem Schlüssel können Vampire sich auch zum Tageslichte blicken lassen. Wenn du die Aufgabe nicht meisterst, wirst du entweder vor dem Berge von Metreagon zerrissen oder du wirst den Berg runter stürzen und somit für die Menschheit vergessen bleiben. Wenn du den Schlüssel aber nicht finden willst, wirst du ein normaler Sterblicher sein, und die Vampire nicht mehr existieren da du aber mein Kind bist, wirst du dich wie alle anderen im nix auflösen und somit nur eine Wolke sein die überm Horizont schwebt. Entscheide dich Alisa!“
Ich schluckte, und schluckte und konnte kaum Luft holen, das letzte was ich sah, war ein Saal. Er war Blutrot und die Möbel schwarz wie die Nacht.
,,Guten Tag.“, begrüßte mich eine etwas ältere, dicke Zombie-Dame in dem sie meine hand schüttelte. ,,Das ist deine Uhr, Uhr, Uhrgroßmutter sie hatte mich gebissen damit ich unsterblich bin.“, berichtete Kathrin indem sie sich durch die Haare mit den Händen fuhr. Die Dame drehte sich um und rief : ,,Maretelllo wiere habe Besucheee.“ Schon kam ein wiederum sehr schlanker Mann und machte uns beiden einen Macciato. ,,Setzte euch.“, sagte er und brachte uns zugleich an einen frisch bedeckten Tisch. Mit feinem Hühnchen und leckeren Brötchen machte ich es mir gemütlich. Wahrscheinlich sah ich in dem Moment aus, als wäre ich eine wieder belebte Leiche und würde Milliarden Jahre nix essen. ,,Und erzähl von dire jungee Damä.“, bat die Frau in dem sie vor mir niederkniete. ,, Hör auf Mathilde! Sie ist noch ganz verwirrt!“, rief Kathrin in einem Ton, den man wahrscheinlich von Australien bis nach China hören konnte. ,,Was hast du denn Kathrin?“, fragte ich so sanft das man es kaum hören konnte. ,,Das geht dir erstmals gar nichts an“, antwortete die aber noch zickig. So eben riss sie mich an der Schulter und stieg mir ihren pechschwarzen Flügeln nach oben. Der Wind wehte durch meine Ohren. Dann landeten wir in einem kleinen Ort, wo alles wie auch davor dunkel war. Manche Leute oder eher gesagt Vampire unterhielten sich fröhlich. Auf einem Marktstand sah man einen Mann der Laut rief ,,Klamotten aber ohne Motten!! Ganz gute Qualität zu ganz niedrigem Preis!“